Kelis mit neuer Single

Am 21.5 Mai erscheint “Flesh Tone”, das neue Album von Kelis. Mitproduziert hat die Platte David Guetta und Will.I.Am. Das Video zur Vorabsingle “Acapella”, gedreht von Chris Cottam und Rankin, steht jetzt online. Irgendwie müssen wir uns aber noch daran gewöhnen, dass Kelis nie mehr so geil sein wird wie zu Milkshake Zeiten.

Nein! Jack Johnson bringt ein neues Album raus!

Hat jemand den Hype um Jack Johnson je verstanden? Ich nämlich nicht. Und gerade heute Morgen habe ich gedacht: „Wo ist er eigentlich hin, der Surferboy?“ Und Karma ist eine Schlampe, denn ich lese heute Morgen tatsächlich:

Jack Johnson – Neues Album: Am 4. Juni erscheint TO THE SEA, das fünfte Studioalbum von Jack Johnson. Die Vorabsingle “You and your heart” gibt’s ab 6. April auf iTunes.

Na toll! Wunderbar. Wieder ein bisschen abgeschliffene Musik die weder Herz noch Hüfte bewegt.  Nichts gegen musizierende Strand Boys, im Allgemeinen. Donavon Frankenreiter? Kann ich nur empfehlen.. Wenn’s denn sein muss, mit der Gute-Laune-Musik.

Erykah Badu legt ab: Der Clip zu “Window Seat” ist inspiriert von Matt & Kim und dem Kennedy-Attentat

Am vergangen Freitag erschien Erykah Badus neues Album “New Amerykah Part Two (Return of the Ankh)“. Gestern fand das Video zur zweiten Single “Window Seat” seinen Weg ins Internet. Wo es bereits für Aufregung sorgte.

Im Clip, der laut Badu in einem Take ohne digitale Tricks (außer dem Verpixeln ihrer Brüste) gedreht wurde, läuft die amerikanische Soulsängerin über den Straßenabschnitt in Dallas, auf dem Kennedy 1963 erschossen wurde. Dabei zieht sie sich langsam aus, ganz so, wie man es vielleicht aus dem Clip von Matt & Kim zu “Lessons Learned” kennt – der allerdings am Times Square in New York gedreht wurde.

Auf ihrem Rücken steht in großen Lettern “Evolving” geschrieben, was wohl einen Prozess der kontinuierlichen Weiterentwicklung meint. Im Moment der völligen Nacktheit, wird Badu im Clip erschossen und geht zu Boden. Statt Blut fließt eine dicklich-blaue Flüssigkeit aus ihrem Kopf, die die Buchstaben “CRAZY” zu formen scheint. Dann ertönt erste eine Stimme, die wie durch ein Megafon brüllt: “You pig!”. Dann spricht Badu leise und bedächtig: “They play it safe, and are quick to assassinate what they don’t understand. They move in pack. Ingesting more and more fear with every active hate on one anohter. They feel more comfortable in groups. Less kill to swallow. They are us. This is what we have become.”

Auf ihrem Twitter-Account schrieb Badu am Tag des Videoreleases über die Dreharbeiten. “Die Leute haben mich angebrüllt: ‘Das ist ein öffentlicher Platz, du solltest dich schämen. Zieh dich verdammt noch mal an!'” Sie habe sich trotzdem erhobenen Hauptes weiterbewegt, sorgte sich dabei aber um die anwesenden Kinder: “Ich hoffte, sie wurden durch die Szene nicht traumatisiert.” Das Video habe ihr zudem gezeigt, dass sie “körperliche Nacktheit nichts ist”: Sie sei durch ihre Taten und Worte schon seit jeher entblößt gewesen.

Scarlett Johansson & Pete Yorn – Break Up

Dass die Jungs alle von Scarlett Johansson schwärmen, hat offensichtliche Gründe. Keiner davon aber zwingt einen dazu, diese einigermaßen begabte Jungschauspielerin auch singen zu lassen. Und der Job als Woody Allens Muse passte besser zu ihr als der einer Duettpartnerin von Pete Yorn in diesem Rollenspiel namens “Break Up”, das genauso medioker gerät wie Johanssons letzter Film “Er steht einfach nicht auf dich”, in dem sie die betörende Anna spielte, die von einer Gesangskarriere träumt.

Doch schon auf ihrem Tom-Waits-AlbumAnywhere I Lay My Head” war der Schwachpunkt Johanssons dünner Alt. Den verstand Dave Sitek von TV On The Radio aber so aufregend musikalisch in Szene zu setzen, dass das nicht weiter störte. Pete Yorn dagegen hat nur ein paar eher niedliche, als eindrückliche Songs über das Ende einer wilden Liebesgeschichte geschrieben (in die er selbstverständlich selbst verwickelt war), die er jetzt mit Johansson in verteilten Rollen nachspielt. Yorn fühlt sich dabei wie Serge Gainsbourg, und erklärt Johansson zu seiner Brigitte Bardot.
Wäre “Break Up” ein Kinofilm, würde man die einfallslose Regie, das dünne Drehbuch und das schlechte Casting kritisieren. Denn zwischen Yorn und Johansson knistert es keine Sekunde. Schon das das Album eröffnende “Relator” trällert so unverbindlich, dass man gleich das Interesse an der Story verliert. Dem Album hört man stets an, dass Johansson nie Teil der Produktion war, sondern nur am Ende als viel versprechende Dekoration hinzukam. Ob im belanglosen “Wear And Tear”, in dem Johansson sich durch den Zwischenteil seufzen darf, in der schmalzigen Countryballade “I Don’t Know What To Do”, dem knuffigen Indierock von “Search Your Heart”, dem dahinplätschernden “Blackie’s Dead”, dem sich als schwerfällige Hymne gerierenden “I Am The Cosmos”, dem weinerlichen “Shampoo” oder dem Traum vom großen Reinemachen namens “Clean”: Zwischen Yorn und Johansson findet nie wirklich ein Zwiegespräch statt.

Johansson ist zu sehr damit beschäftigt, den Ton zu treffen, um Atmosphäre aufkommen lassen zu können. Was übrig bleibt von dieser Platte, ist die Nabelschau eines Songschreibers, der viel zu gern im Selbstmitleid badet, seine Lieblingsfloskel quot;I dont know” in nahezu allen Songs unterbringt und am Ende von “Break Up” in der Ballade “Someday” dann doch noch ein gutes Ende in Aussicht stellt: “The memory fades away, someday”, singt Pete Yorn mit aufdringlich zitternder Stimme. Dass Beziehungsgeschichten stets ein Happy End brauchen, kennt Scarlett Johansson ja aus Hollywood.

Marc Sway – Schatz der Nation!

Wie toll ist Marc Sway eigentlich? Wie fantastisch ist seine Single „Losing“?

Irgendwie und zu Recht,  ist er seit den Swiss Music Awards der neue Schatz der Nation. Zugegeben, davor war er mit Songs wie „Severina“ für die Mehrheit eher der Mark Medlock der Schweiz. Aber jetzt? Ich glaube „Tuesday Songs“ wird mein erstes Schweizer Album in diesem Jahr!


Ich krieg jedesmal Gänsehaut!

Adliger Ex-Seeedler in der Kanzlei

DJ Illvibe heisst mit bürgerlichem Namen Vincent Graf von Schlippenbach. Nun zählen die von Schlippenbachs zwar nicht unbedingt zum zentral wichtigen deutschen Adel, aber immerhin: Es kommt wohl nicht allzu oft vor, dass ein Blaublüter an den Kanzlei-Turntables steht, denn immerhin ist die Kanzlei ein ehemaliger Zankapfel von Stadt und Alternativen und Links-Alternative sind dem Adel ja bekanntermassen nicht sonderlich wohlgesonnen.

Das blaue Blut ist jedoch nicht das einzig Spezielle an DJ Illvibe: Er gehört zur Familie des berühmten Free Jazzers Alexander von Schlippenbach und war bis 2005 gar DJ der grössten deutschen Dancehall-Combo Seeed (Das Ding).

Diesen Samstag steht also einer an den Plattentellern der Let The Sun Shine In in der Kanzlei, der wirklich, wirklich was von guter Musik versteht.