Neuer Überfall auf Zürcher Club

Im Anschluss an die Cocoon Night vom vergangenen Wochenende haben zwei Maskierte das Rohstofflager überfallen und sind mit geschätzten 50’000 Franken entkommen. Der Überfall ähnelt sehr demjenigen auf das Vertigo in der Silvesternacht: Die Beiden drängten den Clubmanager zurück ins Lokal und fesselten ihn. Danach haben sie den Tresor leergeräumt  und sämtliches Bargeld mitgenommen.

Auch beim Überfall aufs Vertigo wurde die Clubmanagerin gefesselt und wie sie war auch der Manager des Rohstofflagers zur Tatzeit alleine im Club.

In beiden Fällen handelt es sich wohl um genaue Kenner der Location die genau wussten, wann nur noch eine Person anwesend ist und wo sich der Raum mit dem Tresor befindet. Im Gegensatz zum Überfall aufs Vertigo waren die Täter des Rohstofflager-Überfalls bewaffnet.

50% Kruder und Dorfmeister

Kruder und Dorfmeister zählten in den 90er Jahren zu den Downtempo-Ikonen schlechthin. In einer Zeit in der jeder Portishead- und Massive Attack-Alben gesammelt hat wie weiland Briefmarken, konnten sich die beiden Österreicher zuvorderst an der Spitze der alpinen Downtempo- und Trip Hop-Exponenten positionieren.

Kruder & Dorfmeister gehen nun bereits seit einigen Jahren nicht mehr gemeinsam ins Studio, sondern beschränken sich auf einige wenige gemeinsame Gigs, so zuletzt Ende 2009 in der Berner Reitschule. Richard Dorfmeister, der seit einiger Zeit in der Schweiz lebt, ist hierzulande häufiger Gast an den unterschiedlichsten Plattenspielern.

Den Machern der Zürcher Zukunft ist es nun zu verdanken, dass der Schweizer Clubber wieder einmal in den Genuss eines Solo-Sets der zweiten resp. ersten Hälfte von Kruder und Dorfmeister kommt: Peter Kruder spielt diesen Samstag in der feinen Subkultur-Location an der Dienerstrasse.

Hörprobe Peter Kruder: http://www.youtube.com/watch?v=fLOdzmpwhWU

Hörprobe Kruder und Dorfmeister: http://www.youtube.com/watch?v=Iudl3LUoD2U

Adliger Ex-Seeedler in der Kanzlei

DJ Illvibe heisst mit bürgerlichem Namen Vincent Graf von Schlippenbach. Nun zählen die von Schlippenbachs zwar nicht unbedingt zum zentral wichtigen deutschen Adel, aber immerhin: Es kommt wohl nicht allzu oft vor, dass ein Blaublüter an den Kanzlei-Turntables steht, denn immerhin ist die Kanzlei ein ehemaliger Zankapfel von Stadt und Alternativen und Links-Alternative sind dem Adel ja bekanntermassen nicht sonderlich wohlgesonnen.

Das blaue Blut ist jedoch nicht das einzig Spezielle an DJ Illvibe: Er gehört zur Familie des berühmten Free Jazzers Alexander von Schlippenbach und war bis 2005 gar DJ der grössten deutschen Dancehall-Combo Seeed (Das Ding).

Diesen Samstag steht also einer an den Plattentellern der Let The Sun Shine In in der Kanzlei, der wirklich, wirklich was von guter Musik versteht.

Lauren Pope im Indochine

Das Zürcher Indochine möchte mit seiner neuen Partyreihe “Glam Girls DJ Tour” einmal monatlich die schönsten weiblichen DJs der Welt an seine Plattenteller bringen. Den Anfang macht Lauren Pope aus Grossbritannien, dem Land, das schon immer eine Vorliebe für Boxenluder und Seite3-Girls hatte. Auch Lauren Pope würde sich auf so ziemlich jeder Seite 3 bestens machen.

Die englische Powerfrau kann sich jedoch nicht bloss bis (beinahe) auf die nackte Haut ausziehen, sondern auch hervorragend auflegen. Die von ihr gespielten Soundstile (Elektro, Hip Hop, House) dürften diesen Freitag (12.02.) trotzdem nur Nebensache sein.

Dritter Gastrobetrieb für AYA-Jungs

Die Betreiber der Aya Bar auf dem ehemaligen Steinfel-Areal sind auch für die Geschicke des Gastro-Hybriden (Club und Restaurant) Aubrey verantwortlich. Das Aubrey wie auch die Aya Bar vermochten sich als fester Bestandteil des boomenden Nachtlebens in Zürich West zu etablieren.

Um eben dieses Viertel Zürich West weiter zu attraktivieren hat die Stadt vor einigen Jahren beschlossen, dass die Bögen des Bahnviaduktes im Kreis 5 zur Nutzung durch Wirtschaftsteilnehmer aus den verschiedensten Bereichen freigegeben werden soll.

Einer dieser Bögen wird nun durch das Aya-Team um Oti Kastriot zu einem Restaurant mit Bar umgestaltet und dieses Jahr noch eröffnet.

Für architektonische Gestaltung der Räumlichkeiten zeichnet sich der bekannte Zürcher Gastronom Oti Kastriot grösstenteils gleich selbst verantwortlich: Er hat früher ein paar Semester Architektur studiert. Sobald Bildmaterial freigegeben wird, wird selbiges hier veröffentlcht.

Hive-Geburi mit Trentemöller

Als vor vier Jahren das Hive an der Zürcher Geroldstrasse eröffnet hat, war Zürich nahezu Brachland was subkulturelle Electronica auf Weltniveau betrifft: Kurz zuvor hatte die Dachkantine für immer ihre Pforten geschlossen und es war eine Lücke entstanden, die es zu schliessen galt.

Mittlerweile verfügt der Limmatstädter wieder über eine Fülle an guten Underground-Clubs wie Zukunft, Cabaret und Exil und wem diese Clubs bereits zu “kommerziell” sind, der kann Wochenende für Wochenende etliche Partys in irgendwelchen Hinterzimmern und leergeräumten (oder besetzten) Häusern besuchen.

An diesem Wochenende feiert nun der Winkelried des post-Dachkantine-Zeitalters seinen vierten Geburtstag: Am Freitag mit einem Auftritt von Turntablerocker um das Fanta 4-Mitglied Michi Beck, am Samstag dann mit einem Gig des Electronica-Stars Trentemöller.

Wir gratulieren dem Hive zum vierten Jubeltag.

Dani König bald 45

Dani Koenig

Als Dani König mit Auflegen begonnen hat, war das Gros der heutigen Ausgeherschaft noch nicht einmal auf der Welt; sagenhafte 30 Jahre ist das nun her und somit stand der König bereits hinter den Plattentellern, als heutige und 30jährige Mütter und Väter eben ihren ersten Schrei getätigt haben.

Im Gegensatz zu diesen Müttern und Vätern die sich längst in ihr Reiheneinfamilienhaus mit quadratischem Vorgarten zurückgezogen haben, steht Dani König immer noch da wie eine Eins und ist darüber hinaus sogar Musikchef bei Radio 105… soll noch einer sagen, es gäbe keine Wege lustig zu altern.

Am 13.03. feiert der König in der Alten Börse seinen 45sten Geburtstag und sein 30stes DJ-Jubiläum.

Hoch die Tassen!

EWZ.STATTKINO in Zürich

Das andere Filmfestival – vom 17. – 27. Februar 2010 in Zürich, im ewz-Unterwerk Selnau und Arthouse Le Paris

ewz.stattkinoewz.stattkino (ehemals volts&visions) präsentiert die 11. Festivalausgabe. Auch in diesem Jahr bleibt sich das Festival treu und setzt auf ein reiches Unterhaltungsprogramm, in dem Filme neu inszeniert werden. Der Name ist Programm, denn jeder Abend gestaltet sich anders und vor allem nie einfach als Kinobesuch. ewz.stattkino – das ist Kino plus Theater, Tanz, Konzert, Performance, Party oder auch alles in einem. Filme werden in neue Kontexte eingebettet und durch Live- Darbietungen bereichert. Die Halle ewz-Unterwerk Selnau – als ehemalige Stromtransformatorenstation und inzwischen als etabliertes Kultur- und Eventhaus bekannt – bietet das ideale urbane Ambiente, welches auch zum Kinobesuch der anderen Art beiträgt: ewz statt Kino eben….

ewz.stattkino: Filme mit Zusatz

ewz.stattkino versteht sich nicht als typisches Filmfestival, da nicht der Film sondern das Drumherum, die Neuinszenierung, der «Zusatz», also die auftretenden Künstler im Vordergrund stehen. Die eigenwillige Interpretationen unserer Künstler verleihen den Filmen einen neuen Blickwinkel und frischen Unterhaltungswert. Jede Produktion steht für sich, lebt von den Künstlern, die den Film interpretieren und dem Abend eine neue Note verleihen. Die Filme werden in neue Kontexte eingebettet und bieten ein Erlebnis, das überrascht und unterhält. ewz.stattkino setzt auf gute Unterhaltung – ohne den künstlerischen Anspruch aus den Augen zu verlieren.

ALLE INFO: http://ewz.stattkino.com/2010/

Zum Programm:

Ein bisschen Spass muss sein!

Ab Februar gibt es mit “LACHER-MACHER” eine neue Open Stage-Show mit “geladenen und ungeladenen Gästen”. Neben “geladenen” Künstler/innen soll Platz sein für “unge­ladene” Mitmacher/innen, aber Gäste sind alle, die auf der Bühne stehen. Und wie Gäste sollen sie auch behandelt werden: “LACHER-MACHER” will weder Gong-Show noch Buh-Spektakel sein.

Lachen ist gesundAuftreten können gestandene Comedians mit neuem Material oder Newcomer mit ersten Schritten auf der Bühne, solange sie mit ihren Nummern das Publikum zum Lachen brin­gen möchten; nicht gefragt sind ernsthafte Zauberer, multi­kulti Ethno­tanz-Gruppen, schwer­mütige Lieder­mac­her, Betroffenheitsliteraten oder andere humorlose Welt­verbes­serer. Das hat nichts mit Geringschätzung dieser Kleinkunstsparten zu tun, sondern ist das Bekenntnis zum Kern der Ausrichtung von COMEDY.CH auf Komik jedwelcher Couleur.

Zwei Künstler geben der Show einen Rahmen: Modera­tor und Stand­up-Comedian Stefan Büsser sowie “Resümator” Veri (Thomas Lötscher), der als Abwart je­weils zusam­menkehrt, was von den Auftritten noch im Raum schwebt.

“Gelade­ne” Gäste am 15. Februar sind Dani Blum, Martina Hügi, Kägi Karl, Marcos und Christian Mark.

Wer mitmachen möchte, meldet sich im Voraus unter danny@comedy.ch oder kommt am Tag der Vorstellung bis spätestens 18 Uhr in die ComedyBühne Weisser Wind (es gibt aber keine “Start-Garantie”).

ComedyBühne Weisser Wind
Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich
(Tram/Bus Bellevue – Parkhaus Hohe Promenade)

Montag, 15. Februar / 15. März / 26. April / 10. Mai
(immer um 20.00 Uhr / Einlass 18.00 Uhr)

Tickets zu 20.- (unnummerierte Plätze) bei Starticket und an der Abendkasse

DJ Corine Mauch

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch legt am 18.02. anlässlich der Lesben-Party Lady Bumb in der Labor-Bar auf. Die Politikerin, die selbst keinen Hehl aus ihrer Homosexualität macht, wird sich ganz dem musikalischen Motto des Abends unterordnen und einen Deluxe Pop-Mix spielen.

Mauch: “Ich habe eine Vorauswahl im Kopf, die sich am Deluxe-Pop des Abends orientiert. Sicher mitnehmen werde ich Guru’s Jazzmatazz, Carmel und G. Love. Das genaue Set wird sich dann spontan ergeben”.

Corine Mauch steht am betreffenden Abend zwischen 22 und 23 Uhr an den Plattentellern.

Jugend filmt

Die Schweizer Jugendfilmtage sind das grösste und bedeutendste Festival für Schweizer Nachwuchsfilmer/innen. Sie finden vom 10. März bis 14. März 2010 zum 34. Mal statt.

Schweizer JugendfilmtageÜber 200 Kurzfilme von Jugendlichen werden jedes Jahr aus der ganzen Schweiz eingeschickt für den Wettbewerb der Jugendfilmtage – aus 20 Kantonen, rund 20% davon aus der lateinischen Schweiz!

Am fünftägigen Festival im Frühjahr werden rund sechzig Filme in fünf Kategorien gezeigt, von einer kompetenten Fachjury beurteilt und ausgezeichnet. Viel Wert legen wir auf die professionelle Präsentation der Filme – die grosse Leinwand, die fast fehlerfreie Technik und eine zweisprachige Moderation. Die Filmemacher/innen kommen nach der Präsentation ihres Filmes zu einem Gespräch auf die Bühne.

Zum Abschluss des Festivals findet am Sonntag die grosse Preisverleihung statt, mit Musik, Ehrengästen und viel Applaus: Eintritt gratis!

Das Rahmenprogramm

Das Festival lebt nicht nur vom Wettbewerb. Wir zeigen Filme von jungen Filmemachern aus der Schweiz und dem Ausland, bieten Kurse an und initiieren Diskussionen zu aktiver Medienarbeit an Schulen und in der Freizeit.

Atelierkurse helfen Jungfilmern, sich zu verbessern: Ein wechselndes Angebot ermöglicht Jugendlichen zwischen 10 und 25 Jahren während dem Festival, von Fachpersonen wichtige Skills vermittelt zu bekommen.

Die Slam Movie Night zeigt Youtube-Filmegucken als soziales Erlebnis: Filme können bis knapp vor dem Event eingereicht werden, und das Publikum kann Vorstellungen mit Buhrufen abbrechen.

Die Lounge ist der Ort, wo der Kampf um die Panther vergessen wird, sich Deutschschweizer/innen und Romands die Hände schütteln und neue Filmideen und -teams entstehen.

www.jugendfilmtage.ch

Partys für Menschen mit Behinderung

Seit einiger Zeit finden in der Labor-Bar die LaViva-Partys für Menschen mit Behinderung statt. Unter der Führung des LaViva-Veranstalters Daniel Vuillaume und der Selbsthilfe-Organisation Procap hat sich die Eventreihe innert kürzester Zeit zum Grosserfolg entwickelt: An der letzten Ausgabe waren 250 Gäste auf der Tanzfläche der Labor-Bar.

Am Samstag den 27. Februar findet nun die nächste LaViva statt. Zwischen 19 und 22UHr schaffen Vuillaume und Team ein weiteres Mal eine “Plattform für Begegnung und Unterhaltung und zeigen gleichzeitig auf, dass die Zugänglichkeit von Trend-Clubs für Menschen mit Behinderung eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Den Veranstaltern liegt besonders am Herzen, dass LaViva nicht als eine Art soziale Institution gesehen wird sondern als Partylabel im klassischen Sinne.