Eidgenössische Hochstaplerei – Kapitel 1: Porno

Kommt es nun auf die Grösse an oder nicht? Die Frage ist umstritten. Grösser ist aber auf jeden Fall nicht immer besser – jedenfalls, wenns um die Klappe geht. Und diese reissen einige besonders weit auf in der (kaum existierenden) CH-Pornoszene. In Domat/Ems, wo auch schon der abgewählte Ex-Bundesrat Blocher mit der Ems-Chemie grosses Sprünge machte.

Lick Pussy
Pussy lecken

Die Schweizer Pornolandschaft ist klein wie ihre Heimat, beschaulich und überschaubar. Immer mal wieder rumpelt es etwas im Kistlein, und ein Fischlein schnappt an der Wasseroberfläche nach Luft. Einge halten sich für besonders grosse Hechte. Beispielsweise ‘Swiss Chicks Entertainment’. So einfallsreich der Name für ein Pornolabel, so fulminant die Worte, die hier geschwungen werden: “SwissChicks steht für ästhetische, naturgeile Pornokultur made in switzerland. Innovative Filmsets, geile Darsteller/innen und die Liebe zur Erotik sind unsere Stärken und heisse Chicks unsere grosse Schwäche… Unsere diversen Labels garantieren ein vielfältiges Angebot und interessante Inhalte.” So weit, so gut. Bloss: Was zu sehen gibts nicht. Denn: Die Jungs haben noch gar nichts produziert. Wenigstens nichts, das der Öffentlichkeit bisher präsentiert worden wäre. Aber genau daran seien sie, an der Produktion von Ideen, Filmen, Strategien und Visionen.

Immerhin einen ‘Artist’ haben sie schon an Bord: Robert Roots, 27, Cum-Artist, der Erich von Däniken des SwissChicks-Projekts. Was soll das denn bitte heissen? Immaginäres Kopulieren mit Fantasiewesen? Man bleibt uns die Antwort schuldig, nicht aber eine weitere Behauptung: Roots sei nämlich kein Geringerer, als der Pionier des High Quality Swiss Porn. Ach so.

So richtig unterhaltsam wirds dann aber auf der Kontakt- & Casting-Seite. Dort heisst es, an die CH-Girls (und Boys) gerichtet: “Wir sind immer wieder an neuen naturgeilen Darstellerinnen (Darsteller halt eher weniger, da unsere Qualitätsansprüche an die Männer grundsätzlich Chefsache sind…) interessiert.” Heisst das nicht, etwas klarer ausgedrückt, dass die angehenden Herren Produzenten einfach Mädels zum Pimpern suchen und sich dabei gegenseitig zu filmen gedenken? Das mag nun eine Unterstellung sein. Dann können wir alle noch etwas lernen. Dann nämlich, wenn wir uns schon immer gefragt haben, was eigentlich Pornokultur sei. “Pornokultur ist Gruppensex, Pornokultur ist Gesichtsbesamung und Pornokultur ist auch eine ganze Hand in einem geilen Arsch.” Gut. Das ist neu. Zu weit solls dann aber nicht gehen vor den laufenden Kameras im Bündnerland. KEINE Pornokultur sei nämlich, wenn ‘gewisse ethische und moralische Grenzen (die für jeden einzelnen verschieden sind) überschritten werden’. Sie lassen sich folgendermassen, in sympathischem Dialekt, zitieren: “Kaki essa söllen vu miar us d`Amerikaner oder d Japaner ! Miar kümmeren üs um dia geila und nett riechenda Schwiizer-Chicks und erkunden ihri versautischta Fantasia. SwissChicks are cute chicks- oder: Prüd isch US- Nippelzensur..” Aber Kacke erzählen ist erlaubt.

Skiunfall: DJ Steve Jam schwer gestürzt und verletzt!

Wer DJ Steve Jam an Silvester ‘Hals & Beinbruch’ fürs 2010 gewünscht hat, sollte besser hoffen, dass die zweite Hälfte des Wunsches nicht auch noch in Erfüllung geht: Am dritten Neujahrstag ist dieser beim Skifahren unglücklich gestürzt und hat sich am Knie verletzt.

Steve Jam im Spital
Steve Jam mit Knieverletzung im Spital

Das Jahr hätte nicht schöner beginnen können für DJ-Urgestein und Security Steve Jam (u.a. Zoo Club). Strahlend blauer Himmel, Pulver Gut: Ideale Pistenverhältnisse lassen viele ihr Ferienende auf den Skiern verbringen. Steve geniesst den Tag und den Adrenalin-Kick bei der Abfahrt, dann der verhängnisvolle Moment: Bei rund 80 km/h stürzt der Hobby-Skifahrer, und aus nicht nachvollziebaren Gründen öffnet sich am linken Fuss die Bindung nicht, wie sie es zu seinem Schutz tun sollte. Er verletzt sich am Knie, dass er umgehend hospitalisiert werden muss.

Laut eigenen Angaben geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Dank guter Absicherung durch seine Krankenkasse geniesst er die Ruhe im Einzelzimmer mit WLAN, TV und gutem Essen. Bloss ein iPhone-Ladekabel steht auf der Station leider nicht zur Verfügung. Demzufolge musste sich Steve am Sonntag kurz nach 19 Uhr vorzeitig von seinen Facebook-Freunden verabschieden: “Steve Jam: bald ist der akku leer :-( bye 2 all…”

Wir wünschen ihm auf diesem Weg alles Gute, schnelle Genesung und wohl besser “Petri Heil!”.

Tele Züri, 1998, Security, Türsteher Steve Hess aka Steve Jam