Kurz und prägnant: So kam der D! Club zu seinem Namen

Der D! Club ist heute fester Bestandteil des Lausanner Nachtlebens. Der Hotspot lockt regelmässig mit nationalen sowie internationalen Top Acts und prägt die Klubwelt der Romandie bereits seit 19 Jahren.

snadnameSeit seiner Eröffnung im Oktober 1996 hat sich der D! Club zwar beträchtlich gewandelt, seinem kurzen und eingängigen Namen ist der Koloss des Nachtlebens jedoch treu geblieben. Bevor das Lokal vor der Jahrtausendwende eröffnet wurde, stand am Place Cetrale 15 ein Kino mit dem Namen ABC.

Was wäre da also naheliegender, als mit dem nächsten Projekt auch zum nächsten Buchstaben des Alphabets überzugehen? Heute gehört übrigens eine Bar zum Klub, welche noch immer den Namen des geschlossenen Kinos trägt und die Vorgeschichte so weiterhin am Leben hält.

Die Vergangenheit des Mascotte

Das Zürcher Mascotte ist einer der ältesten Klubs der Schweiz. Aber was heisst eigentlich alt und wie ging das früher so ab in den Hallen des Klubs im Herzen der Zwinglistadt?

Mascotte_GeschichteZur Zeit der Jahrhundertwende wurde das Corso-Haus, mit der Absicht einen Treffpunkt für Zünfte und Vereine zu schaffen, erbaut. Das Varieté bot aber bereits damals Platz für Theater-, vereinzelte Film- und Tanzvorführungen, auch Konzerte fanden statt. Ab 1916 wurde ein kleiner Nebensaal des Theaters «Palais Mascotte» (Palast des Glücksbringers) genannt. Das Corso-Haus erlebte einen florierenden Aufschwung und die Bühnen nahe des Bellevues wurden von internationalen Stars wie Josephine Baker oder Louis Armstrong bespielt.

Mit dem ersten Umbau, welcher 1934 erfolgte, fand sich der Corso-Schriftzug auf dem Dach ein. Das heutige Mascotte präsentierte sich damals noch als «Wiener Café» und das Erscheinungsbild wurde mit viel Aufwand gestaltet und gepflegt. Das berühmte Wandbild von Max Ernst, welches damals die Lokalität zierte, ist heute im Kunsthaus zu bewundern.

Das Café wandelte sich in den fünfziger und sechziger Jahren weiter und ging mit der Zeit. 1970 wurde es dann von der Stadt Zürich erworben und unter Schutz gestellt. Big Bands, Tanzmusik und Live-Konzerte lagen im Trend und wieder fanden sich wahrhaftige Grandeure des Show-Business auf den Zürcher Bühnenbrettern ein. Einer von ihnen, Pepe Lienhard, übernahm sieben Jahre später das Lokal gemeinsam mit Udo Jürgens und Freddy Burger. Sie verwandelten die historischen Hallen in eine Disco, welche einen festen Platz im städtischen Nachtleben einnahm. Infolge des starken Konkurrenzkampfes versank das Mascotte im Mittelmass. 1998 erhielt das Mascotte seinen heutigen Namen, der jedoch bald wieder abgelegt wurde.  Über «Cafe Grössenwahn» und «Paradies» fand man jedoch wieder zum «Mascotte» zurück.

2004 gewann der altehrwürdige Klub dann wieder an Grösse und es ging seither stetig bergauf und auch heute finden sich wieder internationale Top-Acts wie The XX, Chet Faker oder Florence + The Machine in den alten Hallen ein, wenn sich die Stilrichtungen auch geändert haben. 

Die Geschichte hinter dem Plaza

Bildschirmfoto 2015-08-10 um 11.18.59Ihr wolltet schon immer einmal erfahren, wie unsere Schweizer Klubs und DJs eigentlich zu ihren Namen gekommen sind? In unserer neuen Reihe erfüllen wir euch diesen Wunsch und befassen wir uns mit ebendiesen Namensfindungen. Den Beginn macht dabei das geschichtsträchtige Zürcher Plaza…

Schon 1924 wurde das erste Lichtspieltheater, das Kosmos, in der Stadt Zürich eröffnet. Darin wurden Stummfilme gezeigt, welche in der Regel von einem Pianisten oder einem Orchester live begleitet wurden. Im Erdgeschoss des heutigen Klubs befand sich ausserdem ein Damenkonfektionsgeschäft, welches so schlecht lief, dass dieses als «Leichenhalle» bezeichnet wurde. Mit den 70er Jahren kam der erste grosse Umbau. Das Kino wurde komplett modernisiert, nur Parterre und Balkon blieben bestehen. Nach Western und Krimis gab es neuc auch Actionfilme zu bewundern. Fortan war die Orchester- und Pianobegleitung Geschichte. Mit dem Umbau kam auch der neue Name: Das Kosmos wurde zum Plaza. Doch mit dem Zeitalter der Multikomplexkinos kam schon bald ein weiterer Umbau: Drei Säle und eine Bar wurden eröffnet. Kurz nach dieser Umgestaltung wechselte das Gebäude die Besitzer und aus der Plaza Bar wurde die Plazda Bar. Jene Gastronomen formierten 2010 die Plaza Kosmos AG und verwandelten das Kino in ein Veranstaltungslokal. Geboren war unser Plaza Klub.

Somit dürfte wohl auch der Kosmos Floor im oberen Stock der Disco erklärt sein.

Nächste Woche reisen wir durch die Geschichte des Zürcher Mascottes…    

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Mit Tanja in Marbella

Bildschirmfoto 2015-07-29 um 12.48.54Unsere nächste Party-Destination ist Marbella. Zusammen mit DJane Tanja La Croix haben wir die spanische Hafenstadt unter die Lupe genommen.

Das wunderschöne Städtchen Spaniens liegt direkt am Meer und ist bekannt für seine hohe Lebensqualität, welche es ihren Bewohnern bietet. Die Stadt entzückt mit wunderschönen Aussichtspunkten, einer traumhaften Altstadt und gutem Essen. Den Tag durch können in diversen Bars Cocktails genossen werden, aber erst bei Nacht wird es so richtig spannend.

Marbella verfügt über ein glitzerndes Nightlife mit auserlesenen Clubs. Die edelsten und exklusivsten Locations sind in Puerto Banus und an der Goldenen Meile zu finden. Doch was sagt Tanja La Croix zu ihrem europäischen Lieblingshotspot?

«Im Nikki Beach Club habe ich nun am 5. White Season Opening als Main DJ aufgelegt. Die White Season Opening Partys Ende Mai sind legendär. Aus ganz Europa reisen Partybegeisterte für dieses Spektakel nach Marbella an. Alle Gäste kommen in komplett weissen Outfits, dies macht die Stimmung außergewöhnlich und ausgelassen. Das Durchschnittsalter liegt bei circa 35 Jahren. Die Party startet um 18:00 Uhr und mit dem Sonnenuntergang wird auch das Publikum und die Party lebendiger und feiert intensiv und ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden. 

Ich liebe Openairs und Day-Partys. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich. Um Mitternacht gab es dann eine explosive Showeinlage und Feuerwerk zu meinen Klängen. Ein Must für Partyhungrige!»

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Twitter Auf ein Bier mit… Boris Hilton

Bildschirmfoto 2015-07-29 um 11.47.42Wer in Zürichs Clubs staunend die Deko bewundert, steht vermutlich vor einem Werk von Boris Hilton und Ling Schudel. Unter dem Label Discosmetic verpasst das Duo jedem Event den passenden Look.

Ich stör dich beim Werken, woran arbeitest du gerade?

Ich schnitze eine Wunderlampe aus Styropor. Sie ist für eine mehrtägige Party im Toggenburg. Die Veranstalter wollen die Location in eine Traumwelt verwandeln.

Seid ihr stark ausgelastet?

Momentan kommt es mindestens einmal pro Woche vor, dass wir einen Auftrag erhalten, wo wir kaum fassen können, dass wir eine solche Chance geboten bekommen. In den letzten drei Monaten durften wir mit verschiedenen Projekten wie dem Umbau im Hive oder bei Red Bull Flying Illusions Eventgeschichte für uns schreiben. Wir haben uns abgerackert wie nie zuvor.

Wie wird man eigentlich professioneller Partydekorateur?

Ursprünglich habe ich Maurer gelernt. Als ich am Neujahrsabend 1998 mit Kumpels im Palais X-Tra im Ausgang war, schloss ich eine Wette ab, ob ich mich traue die Leinwände im Eingangsbereich zu vertaggen. Das hab ich dann gemacht und wurde erwischt. Als Strafe bot mir das X-Tra an, die Kosten für den Schaden im Club abzuarbeiten. Sie waren so zufrieden mit mir, dass sie mir nach zwei Tagen bereits eine Stelle anboten.

Glück im Unglück?

Dies war der Startschuss meiner Clubkarriere. Ich arbeitete zuerst viereinhalb Jahre im X-Tra, bevor ich eine Tour durch fast alle Zürcher Clubs startete. Über das Besame Mucho, die Toni Molkerei und die Härterei landete ich dann im Hive. Ich arbeitete zuerst als Techniker und Allrounder bevor ich zunehmend in den Dekobereich reinrutschte.

Wann hast du dich entschieden, voll auf das Dekogeschäft zu setzen?

Vor fünf Jahren gab ich dem Ganzen mit Discosmetic einen Namen. Ich wusste, dass es sich lohnen würde, alles auf eine Karte zu setzen. Ich war aber noch auf der Suche nach der richtigen Person, mit der ich das durchziehen konnte.

Ling Schudel?

Definitiv. Ich lernte Ling bei der Arbeit im Hive kennen. Als gelernte Bootsbauerin und kreativer Kopf, konnte sie mich perfekt unterstützen. Vor einem Jahr gründeten wir dann die GmbH. Die Zusammenarbeit funktioniert wirklich super. Wir motivieren uns ständig gegenseitig und können auch extrem von den Fähigkeiten des anderen profitieren.

Was bedeutet dir das Nachtleben?

Viel. Wir brauchen das Nachtleben und stützen uns darauf. Ohne das Nachtleben würde es uns schnell nicht mehr geben.

Vermisst du etwas in der Zürcher Ausgangszene?

Den Cabaret Club. Ich bin sehr viel im Hive, das ist mein Heimclub. Ich arbeite seit 9 Jahren dort und bin mit allen befreundet. Aber am liebsten feierte ich immer im Cabaret.

Was ist deine erste Partyerinnerung?

Eine der Reggae-Partys im Dynamo. Dort ging ich schon als 14-Jähriger hin.

Was hat sich an den Partys über die Jahre verändert?

Die Technik hat sich stark gewandelt. Die Dekoration war früher noch wichtiger. Das ist sie zwar immer noch, aber heute wird viel mit Videoinstallationen und Visuals gearbeitet. Für uns ist spannend, wie wir unser Können mit diesen Innovationen kombinieren können. So haben wir an den Swiss Nightlife Awards beispielsweise das Grundgerüst erstellt, worauf dann die Projektionen liefen.

Welches Projekt würdest du für dich gerne umsetzen?

Ich will endlich dass wir an eine gute Lage ziehen können um uns da unsere Traumbasis  (Atelier) zu realisieren und einen Ort haben, wo wir uns fix einrichten können. Denn wir sind die letzten Jahre oft von Neubauten verscheucht  worden und wären gerne mal sesshaft.

Berlin – Dort wo der Bär steppt

Bildschirmfoto 2015-07-29 um 11.40.56Mit den warmen Temperaturen kommt auch die Ferienzeit auf uns zu. Doch Urlaub muss nicht nur Faulenzen am Strand bedeuten. In unserer Reihe «Partystädte in Europa» geben wir euch einen kleinen Überblick über die besten Party-Destinationen des Kontinents.

Unser erster Stopp heisst Berlin und liegt etwa 840 Kilometer nördlich der Schweiz. Die kulturreiche Hauptstadt hat sowohl tagsüber als auch nach Sonnenuntergang einiges zu bieten und dort knüpfen wir natürlich gerne an.

Im Sommer sind die Berliner Strassen auch nachts selten leer. Die Gegend rund um den Görlitzer Park lockt mit zahlreichen Bars und gar einem Freiluftkino im Volkspark Hasenheide. Wenn die Hitze des Tages dann verfliegt und es langsam kühl wird, ziehen Bars in Berlin Mitte, Neukölln, Friedrichshain und Kreuzberg in ihren Bann. Die schrille Clubkultur ist in Berlin ausgeprägt wie fast nirgendwo sonst. Der Club Berghain ist schlicht legendär und auch der Club der Visionäre ist ebenfalls wärmstens zu empfehlen.

Den Partytipp zu Berlin gibt uns diese Woche Nightlifespezialist DJ Le Roi: Was darf man in der glitzernden Metropole bei Nacht auf keinen Fall verpassen?

«Anfang Juni spielte ich an einem Samstagabend im Watergate an der Oberbaumbrücke als Headliner. Die Stimmung kochte über, ich kann also das Watergate definitiv empfehlen!»

Nächste Woche geht’s mit Tanja La Croix auf nach Marbella – Fliegt mit uns!

«Ich glaub ich war bei euch im Klub»

Bildschirmfoto 2015-07-29 um 11.38.42Wenn sich die Tanzfläche dreht, sind die Klubbesucher wohl allgemein etwas verwirrter oder besser gesagt vergesslicher. Bei unserer Suche nach verlorenen Gegenständen hat uns Dino im Rondel ein paar skurrile Geschichten erzählt. Ob es denn nun an der Tanzfläche liegt, ist nicht ganz klar. Hier kommen unsere Lieblingsepisoden:

«Einmal fanden wir eine Handtasche.
Darin befand sich der Inhalt eines ganzen Badezimmers:
Glätteisen, Make-Up und sogar ein Fön.
Die Tasche wurde etwas später dann
von der Mutter der vergesslichen Styling-Queen abgeholt.»

«Der Inhalt einer verlorenen Jacke
war ziemlich überraschend:
In einer Innentasche befand sich
das Original eines Mietvertrages.»

«In der Nacht von Silvester wurde ein iPhone abgegeben.
Der Besitzer liess lange auf sich warten,
erst in der ersten Februarwoche tauchte er bei uns auf.»

«Bei uns rief Mal eine Frau an, ihre genaue
Formulierung lautete: Ich glaube ich war
letztes Wochenende bei euch im Klub,
habt ihr meinen Schal gefunden?»

Verloren im Nordstern

Bildschirmfoto 2015-07-29 um 11.34.21Nach einer durchtanzten Nacht will man sich auf den Nachhauseweg begeben. Aber plötzlich ist das Handy, der Schlüssel oder sogar die Brille unauffindbar. Dinge, die im Klub liegen blieben, sind zahlreich: Wir haben uns im Nordstern einmal umgesehen, was so alles vergessen ging.

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Bemerkt man den Verlust erst vor der verschlossenen Haustür, ist die Freude denkbar klein. Der Nordstern hat eine grosse Palette an Schlüsseln in allen Farben und Formen. Ob nun ein Auto-, Briefkasten-, Velo- oder Hausschlüssel verloren ging, beim Nordstern sind sie sicher verwahrt und warten auf die Rückkehr ihrer einstigen Besitzer. Wo die dazugehörigen Wagen und Velos stehen, ist leider unbekannt.

Doch im Basler Klub wurden nicht nur Schlüssel gefunden, sondern auch diverse Schmuckstücke, Handys, USB-Sticks, Memory-Cards und sogar eine Brille, sowie zahlreiche Ausweise und Abonnements.

Was in anderen Klubs schon vergessen ging und was mit den Fundsachen passiert, erfahrt ihr bei uns in Kürze.

 

 

Auf ein Bier mit … Jonas Wirz

Bildschirmfoto 2015-07-29 um 11.31.08Die meisten würden Jonas Wirz wohl nur an seiner Stimme erkennen: Seit vier Jahren moderiert der begeisterte Radiomacher die Partyshow «Friday Nite» auf Radio 24. Mit auserlesenen Klassikern und dem neusten Clubsound liefert er jeden Freitag das Warm-up fürs Wochenende.

Jonas, wie bist du zum Radio gekommen?

Bereits in der Schule habe ich während den Pausen Talkshows veranstaltet. Mit 18 konnte ich dann ein Praktikum beim SRF machen. Glücklicherweise übernahm meine damalige Chefin eine Leitende Funktion beim Jugendsender Virus und gab mir den Tipp, mich zu bewerben. Zusammen mit Shiva Arbabi machte ich dort eine Sendung mit Doppelmoderation. Wir hatten sehr viele kreative Momente, hin und wieder auch Meinungsverschiedenheiten aber vor allem eine super Radiozeit. Später wechselte ich zu Radio 24, wo ich zuerst die Tagesmoderation machte, bevor ich dann die Sendung «Friday Nite» übernehmen durfte.

Was gefällt dir an der Sendung?

Ich habe das Privileg, mein eigener Musikchef zu sein und kann selbst entscheiden, was über den Sender geht. Das gibt’s sonst nicht. Ausserdem gefällt es mir, mit der Stimme zu arbeiten und die Leute mit meiner Musikwahl in eine feierliche Stimmung zu bringen. Ich mache einfach gern Radio.

Bist du ein Musikfreak?

Musik hat mich schon immer begeistert. Mein Vater spielt Saxophon, mein Bruder ist Bassist und ich spiele Querflöte und Saxophon und präsentiere als DJ die aktuellen Club Tracks. Bei uns lief viel Jazz, Funk und Soul. Das ist bis heute meine Leidenschaft.

Wie wählst du den passenden Sound für deine Sendung?

Ein Teil ist mehr eine musikalische Retrospektive mit viel Disco, Funk und Soul. Da gibt es einfach die Klassiker und Perlen. Für neue Tracks gibt’s die einschlägigen DJ Plattformen im Web oder ich werde bemustert. Ich lass mich auch gerne von anderen DJs und internationalen Radiostationen inspirieren. Ich will eine Sendung, die sich immer weiterentwickelt. Da muss man am Puls der Zeit bleiben.

Du gibst in deiner Sendung Ausgehtipps. Wo gehst du am liebsten feiern?

Ich mag das Kauz. Das ist auch gleich in der Nähe vom Studio. Ich strande aber auch immer wieder gerne in der Olé Olé Bar. Vor kurzem war ich im Kinski. Das hat echt Spass gemacht und das Plaza finde ich auch eine gute Adresse.

Was ist deine erste Partyerinnerung?

Ich bin in Stäfa aufgewachsen, da machte ich meine ersten Partyerfahrungen im Jugendhaus und dem Rössli. Meine erste grosse Houseparty an die ich mich erinnern kann, war die «Blush and Pink» in einer Fabrikhalle irgendwo in Zürich. Das war mein erster Kontakt mit Housemusik.

Jonas’ Sendung läuft jeweils Freitags von 19 – 24 Uhr auf Radio 24.

Stirbt die Schweizer Gayclub-Szene aus?

Bildschirmfoto 2015-07-29 um 11.27.52Wir trafen Erik Schlumpf von Angels Events im Interview zum Thema Gay-Nightlife. Dabei erhielten wir einen Einblick  Schwulen- und Lesbennachtleben in der Schweiz und dessen Entwicklung.

Welches sind deiner Meinung nach die Highlights des Jahres 2015 im Schweizer Gay-Nightlife? Gibt es internationale Events, welche keinesfalls verpasst werden dürfen?

Das Gay Nightlife hat sich vom Clubbing mehr in Richtung Grossevents hingelagert. Früher war das Clubleben wichtiger, aber die guten Clubs gibt es praktisch nicht mehr. Die Gäste sind anspruchsvoller geworden und sind nicht bereit Eintrittspreise zu zahlen für eine „normale“ Party. Deshalb werden Anbieter von qualitativ hochstehenden Events oder Festivals sicherlich vom diesem Trend profitieren. Nicht zu verpassen sind 2015 die diversen Partys von Boyakasha, Angels und Wonderworld Pride, sowie natürlich das Zurich Pride Festival.

International steht das Clubleben in Berlin hoch im Kurs. Spannend sind sicherlich auch Besuche an den internationalen Prides wie Köln, Sitges oder Tel-Aviv. Was immer noch zieht, sind die Gay Cruises und Clubferien.

Wie siehst du den Stellenwert der Schwulenszene im Schweizer Nightlife?

Weniger trend-setting als früher, aber weiterhin wegweisend. Die Gäste an den LGBT Events sind allgemein friedlicher und geniessen Partys um Spass zu haben. Auseinandersetzungen und Gewalt sind dabei fast vollständig unbekannt.

Was glaubst du, müsste getan werden, damit das Schweizer Nachtleben schwulen- und lesbenfreundlicher werden würde?

Den Level der Akzeptanz hat die Gay Community in den letzten Jahrzehnten erreicht. Vielmehr geht es heute um eine Gleichstellung. Diese findet mehr und mehr auch Einzug im Nachtleben mit einer weiteren Durchmischung des Partyvolkes. Es gibt aber weiterhin unzählige Gruppierungen und Gemeinschaften, in denen eine offene Gay Szene unvorstellbar sind (Konfessionen, politische Gruppierungen etc.).

Die Akzeptanz bzw. eher die Toleranz, hängt aber immer vom individuellen Verhalten der Partyteilnehmer ab. Auch an unseren Partys, welche sehr tolerant gehandhabt werden, ist nicht alles erlaubt. Es kommt immer wieder vor, dass gewisse Gäste ihren persönlichen Fetisch wohl ein wenig zu selbstbewusst ausleben wollen.

Hast du einen Anstieg der Popularität in den letzten Jahren gespürt?

Das Interesse an Gay Events reduziert sich seit Jahren immer weniger auf die reine Gay Community. Neue Zielgruppen erweitern das Besucherfeld jedes Jahr und steigern somit auch die Popularität der Events.

Wie hat sich die Gayszene in der Schweiz in den letzen Jahren verändert, wie international?

Die Szene hat sich im In- und Ausland in eine ähnliche Richtung bewegt. Durch die erweiterte Akzeptanz der Community, sinkt auch deren Wichtigkeit und der Stellenwert. Junge Gays bewegen sich heute in verschiedensten Szenen und Gruppierungen. Gay Events sind eine von vielen Veranstaltungen, wo sich die junge Generation vergnügt. Auch Online-Dating Plattformen haben die Notwendigkeit von Gay Bars und Gay Partys stark verringert.