Das Mysterium des Trischlis

Trischli-SNAAuch der Namen des ältesten Klubs der Ostschweiz – wenn nicht gar der ganzen Schweiz – beschäftigte uns. Bei unserer Recherche stiessen wir auf antike Promotionstexte, längst verjährte Veranstaltungen, Büchergesellschaften und Geologen.

«Das war schon immer so» und «Das weiss ich offen gestanden auch nicht» – woher der Name des Trischlis kommt, war nicht ganz so leicht herauszufinden und konnte mit einer simplen Nachfrage nicht geklärt werden.

Auf unserer Suche begegnete uns ein gut erhaltener Promotext aus dem Jahre 1954 für ein grosses Jubiläum. Während elf Tagen lockte das Trischli mit zwei Vorstellungen. 25 Jahre alt wurde das «Neue Trischli» – da muss also schon vorher etwas existiert haben.

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Auf fortgesetzter Suche fanden wir im Internet ein weiteres antikes Inserat im St. Galler Tagblatt aus dem Jahre 1918. Grosse Konzerte und ein täglich wechselndes Programm wurden angepriesen. Comedy als Unterhaltung stand damals gross im Trend und so deckte auch das Trischli dieses Bedürfnis der Gesellschaft ab.

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In weiteren Quellen liessen sich Beweise finden, dass davor Kongresse und Sitzungen im Trischli stattfanden. So versammelten sich im Jahre 1879 Schweizer Feldgeologen im Trischli, die Lokalität trug damals schon ihren heutigen Namen.

Im Jahre 1798 wurde in St. Gallen eine Lesegesellschaft (lat. «Litteraria») gegründet, welche sich die «Trischli-Gesellschaft» nannte und sich später zur «Gesellschaft zum Trischli» umtaufte. Wurde der legendäre Klub also von Bücherwürmern ins Leben gerufen? Der Lese-Verein spielte eine bedeutende Rolle im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt und trug viel zur Unterhaltung bei. Wie es zu dieser Zeit üblich war, konnten nur Männer Teil einer solchen Gemeinschaft werden. Heute sind natürlich auch die Damen der Schöpfung im Trischli gern gesehen.

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