Networken – Arbeit im Netz

Ob festangestellt oder Freelancer, die Arbeit mit und über das Internet wird immer wichtiger. Kontakte knüpfen und pflegen, Termine einhalten und kommunizieren – alles einfacher für Leute, die das Internet erfolgreich als Netzwerk nutzen.

Laut neusten Zahlen verfügt gut ein drittel aller Beschäftigten in der Schweiz über flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, nicht an einem fixen Ort arbeiten zu müssen1. Freelancer, Projektmanager oder Start-Up Unternehmer geniessen die Freiheit, dank Mobiltelefon und Laptop mit Netzanschluss überall on job zu sein. Arbeitsort und –zeit selber einzuteilen fördert die Flexibilität, die Kreativität und nicht selten damit auch die Produktivität. In Berlin nennen sie sich die „digitale Bohème“2: Journalisen, Grafiker, Projektleiter, Werber, Visionäre und self-made Geschäftsmänner. Ständig unterwegs ist ihr Büro mal ein Café, mal ein Hotelzimmer, mal die Strasse. Sie sind immer erreichbar, immer online, immer vernetzt. Sie pflegen rund um die Uhr Kontakte, betreuen Aufträge und sind selber kreativ – immer dann und dort wo es gerade passiert.

Der Traum von unabhängigem Arbeiten und totaler Selbstverwirklichung kann so ansatzweise gelebt werden und ist heutzutage alles andere als unproduktiv. Das Internet wird dabei zum unverzichtbaren Netzwerk. E-mails und Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter oder Myspace deinen – richtig genutzt – als effiziente Arenen für Kommunikation mit Partnern und Mitarbeitern und die Promotion von Ideen und Produkten. Alles was man braucht sind ein Laptop und einen Webanschluss.

Auf der Suche nach einem neuen Job? Auf Jobwinner.ch findest du offene Stellen in allen Branchen!

1 SonntagsZeitung vom 10. Oktober 2010
2
Wir nennen es Arbeit von Sascha Lobo und Holm Friebe (http://wirnennenesarbeit.de)

Jobsuche und Social Networks – Worauf muss ich achten?

Web 2.0: Bei der Jobsuche bald unumgänglich.

Social Networks gehören in der Generation 2.0 zur Präsentation deiner Persönlichkeit. Wie du dich – vor Allem privat – auf facebook, myspace, twitter, etc. präsentierst, kann deine Jobsuche positiv oder negativ beeinflussen. Darüber hinaus kannst du Internet-Communities zur aktiven Jobsuche nutzen. Worauf du dabei achten solltest:

1) Privatsphäre schützen: Achte genau darauf, wer welche Informationen auf deinem Konto sehen kann. Fotoalben, Private Informationen und Wall-Posts sollten für eine dir unbekannte Person nicht einsehbar sein – Denk immer daran, was dein zukünftiger Chef sehen soll und was nicht!

2) Persönlichkeit präsentieren: Vorallem bei jüngeren Firmen ist es üblich, dass nach Eingang deiner Bewerbung dein Name via Google gesucht und demzufolge ein allfälliges Social Network Profil angeschaut wird. Nutze dein Profil, dich zu präsentieren. Achte darauf, was ein zukünftiger Arbeitgeber sehen will: Bist du auf der Suche nach einem Moderations-Job für eine Jugendsendung sind Party-Pics und eine lange Liste mit Lieblingsmusik Indikatoren für deinen wilden Charakter. Suchst du dagegen eine Stelle auf einer Bank ist ein seriöser Auftritt hilfreich.

3) Kommuniziere deine Jobsuche: Nutze Social Networks um deine Freunde über dein Anliegen zu informieren. Auf facebook oder twitter erreichst du innert kürzester Zeit deinen gesamten Bekanntenkreis. Auch die Kontaktaufnahme mit ehemaligen Mitarbeitern oder Schulkollegen braucht nur einen Klick. Achte darauf, dass du nicht als arbeitslose Couch-Potato rüberkommst (“Suche wiedermal Job…”), sondern deinen gewünschen Job aktiv Kommunizierst (“Suche Job, Grafiker, 40%, in Zürich oder Umgebung”).

4) Verschiedene Plattformen abstimmen: Bist du Mitglied in mehreren Communities, achte darauf, dass alle Profile im gleichen Stil daherkommen. Bist du Musterschüler auf facebook und Punkrocker auf twitter scheint deine Glaubwürdigkeit fraglich.

5) Erstelle ein Profil auf Xing und LinkedIn: Auf Jobsuche bieten sich karriereorientierte Social Networks an. Präsentiere dich selber mit Lebenslauf und Präferenzen bezüglich deines neuen Jobs. Gleichzeitig kannst du auf diesen Plattformen aktiv werden und Kontakte ins Business zumindest erörtern oder direkt knüpfen.

6) Netzwerke nutzen: Verlinke dich in einem Social Network bewusst mit Gruppen oder Networks, die dir bei der Jobsuche hilfreich sein könnten. Branchen, Firmen und Universitäten haben ihre eigenen Sites oder Gruppen, welchen du beitreten kannst und damit du an nützliche Kontakte oder via News-Stream an Infos kommst.

Finde dienen neuen Job sowie Tips und Tricks zur Jobsuche und Karriereplanung auf der neuen Homepage von Jobwinner.ch.

Online Bewerben: Das musst du beachten

Die Bewerbung per E-Mail: Schnell und zeitgemäss.

Sich online auf eine Stelle  zu bewerben spart Aufwand und Zeit. Man sollte sich dabei aber keinesfalls auf ein Minimum beschränken. Genau wie die traditionelle Bewerbungsmappe soll ein Online-Dossier deine Persönlichkeit und Stärken anpreisen. Dazu sind eine geordnete Darstellung und übersichtliche Dokumente Pflicht. Wenn du die Vorteile des Online-Weges geschickt nutzt, wirkst du modern, flexibel, und du bist vorallem eins: schneller als Konkurrenten auf dem Postweg. Wir zeigen, was du beachten sollst.

  • Überhaupt erwünscht? Klär unbedingt ab, ob eine Online- oder E-Mail-Bewerbung möglich ist. Es gibt immernoch Arbeitgeber, die auf den klassischen Postweg stehen!
  • Absender: Wähle eine E-Mail-Adresse mit deinem richtigen Namen und stelle deinen vollen Namen als Absendername ein. Du bist nicht hamsterli_84 und cannonballxoxo. Sondern “Vorname Nachname” <Vorname_Nachname@xyz.com>.
  • Signatur: Füge bei deinen E-mail Kontoeinstellungen eine minimale Signatur ein. Name. Adresse und Telefonnummer ersparen es dem Empfänger, ständig im Lebenslauf nach deinen Kontaktdetails zu suchen.
  • Anschreiben: Das Anschreiben schreibst du direkt ins Textfenster (nicht in ein angehängtes Dokument). Halte dich kurz und komm auf den Punkt: Was willst du? Warum bist du die/der Richtige? Und vorallem: Welche Informationen findet man wo in den Attachments?
  • Gestaltung: Im Mailtext gilt: keine Stunts und kein HTML. Halte dich an die einfache Textform – wie bei einem Brief.
  • Betreff: Achte darauf, dass du im Betreffsfeld bereits klar formulierst, was du willst (Bsp. “Bewerbung Online-Redaktor Usgang.ch 80%”).
  • Attachments: Die angehängten Dokumente sind absolut entscheidend.
  1. Die Attachments müssen auf allen Computer-Typen lesbar sein (keine .docx Dokumente von iMacs!).
  2. Die Anhänge sollten kleine Dateigrössen haben (insgesam <2MB).
  3. Achte auf einheitliche Dateitypen (Nicht 1x .psd, 1x .doc, 1x . pdf und 1x .mp3..). Am besten sind 2-3 .pdf-Dokumente, in denen Bild- und Textdateien komprimiert sind.
  • TEST! Sende das Bewerbungsmail zuerst an dich selber oder an Freunde – so siehst du, in welcher Form deine Bewerbung den Empfänger erreicht!
  • Nachhaken: Hake nach ca. 10 Tagen – sofern du nichts gehört hast – telefonisch nach, ob deine Bewerbung am richtigen Ort angekommen ist und ob du ein Feedback erwarten darfst.
  • Wie bei der brieflichen Bewerbung: Beachte die Grundregeln betreffend Motivationsschreiben, Lebenslauf und Bewerbungsgestaltung. Hier findest du Tips dazu.

Jobs in der ganzen Schweiz findest du auf der brandneuen Website von Jobwinner.ch!

Ran an den Traumjob!

Du hast keinen Bock mehr auf ein leeres Portemonnaie oder du willst weg von deinem alten Job? Check neue Möglichkeiten und such dir deinen Traumjob – auf der brandneuen Website von jobwinner.ch!

Egal in welcher Branche du Fuss fassen möchtest, auf jobwinner.ch findest du jede Menge Angebote für deine Zukunft in der Arbeitswelt. Hunderte unterschiedlicher Firmen schreiben ihre Stellen aus, da ist sicher auch was für dich drunter!

Gezielt suchen – schnell finden

Die Suche macht es dir zudem einfach, an deinen Traumjob zu gelangen. Suche nach Stichworten, Berufsgruppen, Branchen, Arbeitgeber, Stellenprozent und vieles mehr. Kombiniere sie wie es dir gefällt. Mit der neuen geführten Navigation kannst du übrigens jederzeit weitere Kriterien hinzufügen oder löschen – die neuen Resultate werden dir sofort angezeigt.

Zeig dein Profil!

Erstelle dein ganz persönliches Profil auf jobwinner.ch und profitiere von diversen Vorteilen. Hinterlege die wichtigsten Daten über dich und generiere damit einen fertig gestalteten Lebenslauf als pdf. Du kannst dich dann sehr einfach und direkt auf die Jobs der Firmen bewerben. Oder speichere deine Suchabos und du bekommst die neuen Jobs kostenlos per E-Mail zugeschickt.

Hol dir Tipps

Gerade für deine ersten Bewerbungen und Vorstellungsgespräche möchtest du dich optimal vorbereiten. Schau dir doch die Artikel und Tipps im Jobwinner.ch Ratgeber an. Diese geben dir Sicherheit und liefern neue Inputs.

Jetzt gilt es anzupacken! Kaum wird ein Job frei, ist er schon uns im Netz: www.jobwinner.ch.

Bewerbungstipps: Sei mutig im Vorstellungsgespräch!

Nicht immer angenehm, aber jeder muss durch - Das Vorstelleungsgespräch.

Hast du die erste Hürde geschafft und wirst aufgrund deiner Bewerbung zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, dann heisst es Punkten mit Persönlichkeit. Hinterlasse einen positiven Eindruck und spüre heraus, ob die persönliche Chemie zwischen dir und dem Arbeitgeber stimmt. Hier heisst es make it, or break it – beim persönlichen Auftritt stichst du deine Konkurrenten aus oder kassierst ein “leider nein”. Hier eine Check-Liste, worauf du beim persönlichen Vorstellungsgespräch achten musst.

  • Sei pünktlich: Informiere dich gut über Ort und Zeit deines Termins. Plane genug Zeit ein, um die Adresse zu finden. Vergiss nie, eine dir unbekannte Stadt sieht auf Google Maps oft übersichtlicher aus, als in der Realität. Findest du die Adresse auf Anhieb, geh noch einmal um den Block, dass du nicht viel zu früh erscheinst!
  • Kleidung zählt: Kleide dich passend zum Arbeitgeber. Versuche aber auch, deine Person und deinen Stil zu repräsentieren. Wie du optisch erscheinst, hängt von der Art des Jobs ab. Grundsätzlich gilt schlicht und unauffällig.
  • Bereite dich gut vor: Informiere dich über die Branche, den Arbeitgeber und allenfalls auch über Personen, die dich erwarten könnten.
  • Zeig dich! Biete vollumfanglich, was du zu bieten hast. Überlege dir vor dem Gespräch 2-3 Punkte, die du platzieren willst. Es schadet auch nicht, sich bereits Formulierungen durch den Kopf gehen zu lassen. Präsentier dich in klaren, präzisen und fliessenden mündliche Statements.
  • Kenne dein Dossier: Präsentier dich beim Vorstellungsgespräch so, wie du dich im Bewerbungsdossier verkauft hast. Sei dir bewusst, was du dem Arbeitgeber von dir geschrieben hast und sei bereit, dein Motivationsschreiben mündlich wiedergeben zu können. Stimmen Bewerbung und Auftritt nicht überrein wirkst du fake.
  • Trete bestimmt auf: Zeige Selbstvertrauen, aber ohne Vorlaut einzufahren. Sprich Personen – nachdem sie sich vorgestellt haben – mit dem Namen an.
  • Sei aktiv: Reagiere auf Begrüssungen, Händedruck, Gesten und Fragen aktiv. Wenn dir die Arena angeboten wird, füll sie aus, rede und erzähle lebendig. Stelle auch selber Fragen. Bleib dabei aber unbedingt präzis und beim Thema und rede nur, wenn du dran bist!
  • Hör gut zu: Zeige Aufmerksamkeit und Interesse. Greife angesprochenes auf, wenn es sich anbietet.
  • Bevor du gehst: Frage nach dem weiteren Vorgehen und bekunde dein Interesse nochmal, bevor du gehst.
  • Bei Unsicherheit: Sei dir nicht zu schade, das Vorstellungsgespräch mit Bekannten zu üben oder zumindest darüber zu sprechen. So gehst du den Prozess im Kopf bereits einmal durch und findest allfällige Unsicherheiten bevor du dich vor dem neuen Chef blamierst!

Mehr zum Thema Job & Karriere findest du auf Jobwinner.ch!

Deine Bewerbungsmappe: Zeig dich, auch optisch!

Deine Bewerbung ist ein Abbild deiner Persönlichkeit - auch optisch.

Mit deiner Bewerbung gibst du ein Statement zu deiner Person ab. Dein Dossier soll dich repräsentieren und gleichzeitig Zeugnis deiner Arbeitsweise und Ästhetik sein, es ist dein persönlicher Fingerprint. Sich bewerben heisst, für sich zu “werben”: Schaffst du es, in einem ersten Eindruck positiv herauszustechen, steigen deine Chancen auf den neuen Job. Ein paar grundlegende Aspekte solltest du dabei für jegliche Art von Bewerbungen beachten.

Mappe

Format: A4 (Couvert C4)
Papierfarbe:
Weiss
Form:
Lose Blätter, in einer Mappe gebunden.
Ordnung:
Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse (neueste zuerst), Diplome (neueste zuerst), Referenzen.
Qualität:
Sauberes Papier, gut leserliche Kopien (Achtung bei Zeugniskopien und -scans!)
Vollständigkeit:
Ist alles verlangte drin? Stimmt die Reihenfolge? Check vor dem Absenden!

Gestaltung

Schrift: Angenehm und lesbar, keine Experimente (Bsp. Arial, 12 Punkte)
Computergeschrieben:
Alles, auch die Adresse. Handgeschriebenes (Anschreiben oder Schriftprobe) nur auf explizites Verlangen!
Personal Identity:
Achte auf Einheit der optischen Gestaltung durch die gesamte Bewerbung!
Titelblatt:
Nicht zwingend, bei Kreativbewerbungen empfohlen.

Foto

Das Foto ergänzt deine Bewerbung mit einem optischen Eindruck deiner Person. Bewirbst du dich auf eine klassische Stelle im Büro-, Bank- oder Verkaufsbereich achte auf einen sympathischen Gesichtsausdruck und verzichte auf Experimente. Bewirbst du dich auf einen Kreativjob, darf das Foto ruhig deine Persönlichkeit und deinen Style ausdrücken. Grundsätzlich gilt: Präsentiere dich so, wie du am neuen Job zur Arbeit erscheinen würdest.

Typ: Farbiges Portrait
Grösse:
Passbild
Aussage:
Zeige Stil (den vom Arbeitgeber verlangten!)
Bei artsy Pics:
Schau, dass dein Gesicht gut erkennbar ist!
Bei einem Photo-Print:
Auf Qualität achten!

Mehr zum Thema Job & Karriere findest du auf Jobwinner.ch!

Bewerbungsknigge – Der Lebenslauf

Sich im Lebenslauf richtig zu verkaufen ist entschiedend.

Deine Bewerbung steht und fällt mit dem Lebenslauf (CV). Die meisten Personalabteilungen sieben nur anhand des Lebenslaufs die Bewerber aus. Der CV repräsentiert deine Persönlichkeit, deine Schulbildung und deine Arbeitserfahrung. Eine klare, strukturierte und übersichtliche Darstellung ist Pflicht. Kreative Spielereien empfehlen sich nicht. Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Punkte, die du beim Lebenslauf beachten solltest.

1) Der Aufbau des CV ist tabellarisch. Der Lebenslauf beginnt Persönlichen Daten (mindestens Name, Kontakt, Zivilstand), und führt anschliessend im Minimum Angaben zur Schulbildung und Arbeitserfahrung auf. Darüber hinaus können Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse, Hobbys und andere Fähigkeiten angegeben werden, die für die entsprechende Stelle relevant sind.

2) Der CV ist chronologisch: Ordne Angaben zur Schulbildung und Arbeitserfahrung chronologisch, wobei der aktuellste Eintrag zuoberst steht.

3) Der CV ist lückenlos: Achte bei der Angabe zu Schlulbildung und Arbeitserfahrung auf Lückenlosigkeit. Im Gesamtbild sollten keine “Zeitlöcher” vorhanden sein. Beide sparten sollen dabei nur relevante Schulen und Weiterbildungen resp. Arbeitgeber enthalten. Vergiss nicht Ortschaften, Art des Schulabschlusses (Bsp. Matura Typus C), Arbeitgeber, Pensum und deine genaue Position anzugeben.

4) Fingerspitzengefühl zeigen: Was und wieviel du im Lebenslauf angibst, entscheidest du aufgrund der Stelle, für die du dich bewirbst. Handelt es sich um eine Stelle im Kreativbereich, sind Hobbys und Praktikas im Berufsfeld relevant, bei einer Bewerbung in der Tourismusbranche erhalten detaillierte Sprachkenntnisse Gewicht, etc. Achte darauf, dass der CV ein ausgeglichenes und für den Job relevantes Bild von deiner Person abgibt. Die Länge sollte ein, höchtens zwei Seiten nicht übersteigen.

5) Foto: Der Lebenslauf enthält eine Farbfotografie. Was du dabei beachten solltest, findest du unter Foto und Gestaltung.

Mehr zum Thema Job & Karriere findest du auf Jobwinner.ch!

Bore-out – Wenn Langeweile und Unterforderung im Job krank machen

Stundenlang im Internet surfen, mit Freunden aus der ganzen Welt chatten, endlose Mittagspausen, munteres Plaudern mit Arbeitskollegen – die Vorstellung vom süssen Nichtstun bei der Arbeit klingt verlockend.

Doch was auf den ersten Blick attraktiv klingen mag, entpuppt sich in Tat und Wahrheit als grosses Problem. Wochenlanges Däumchendrehen und Stunden absitzen führt zu grosser Unzufriedenheit. Nicht nur Stress und Burn-out, auch Unterforderung und Langeweile im Job machen krank.

Der Begriff Bore-out ist eine Kreation der Schweizer Autoren Philippe Rothlin und Peter Werder[1]. Die beiden Unternehmensberater haben sich intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt und eine aktuelle Publikation zum Thema verfasst. Der nachfolgende Text bezieht sich mehrheitlich und wenn nicht anders vermerkt auf das von ihnen verfasste Werk¹.

Was ist Bore-out?
Bore-out bedeutet soviel wie „ausgelangweilt sein“. Es ist somit das Gegenteil von Burn-out (ausgebrannt sein). Gemäss den Begriffs-Gründern Rothlin und Werder besteht Bore-out aus den drei Elementen Unterforderung, Desinteresse und Langeweile am Arbeitsplatz.

Jeder zehnte Arbeitnehmer in der Schweiz fühlt sich unterfordert[2]. Die Unterforderung kann einerseits quantitativ sein, indem der Arbeitnehmer nicht genug Arbeit bekommt, oder er kann qualitativ unterfordert sein. In diesem Falle bekommt er nicht genug herausfordernde Aufgaben.

Ein Desinteresse entsteht oft dann, wenn sich der Arbeitnehmer nicht genug mit dem Unternehmen oder der Branche identifiziert. Die Probleme des Unternehmens sind ihm gleichgültig.

Langeweile kann ein Zustand der Lustlosigkeit, Ratlosigkeit oder gar Verzweiflung sein, weil keine Ideen da sind, was man tun soll, weil es nichts zu erledigen gibt.

Problematik
Personen mit Bore-out sind mit ihrer Situation am Arbeitsplatz unzufrieden, da sie wenig leisten können und noch weniger Anerkennung erhalten. Das Paradoxe am Phänomen Bore-out ist jedoch, dass der Arbeitnehmer genau diese Unzufriedenheit aufrecht hält, anstatt Schritte zur Verbesserung einzuleiten. Dazu benutzt er Verhaltensstrategien, die helfen sollen, bei der Arbeit ausgelastet zu wirken, obwohl dies gar nicht der Fall ist.

Die von Werder und Rothlin in ihrem Buch beschriebenen Strategien sollen helfen, bei der Arbeit beschäftigt zu wirken. Während Burn-out-Geplagte Stress tatsächlich erleben, täuschen unterforderte Arbeitnehmer diesen nur vor, um sich Arbeit vom Leibe zu halten, um zu freier Zeit für sich am Arbeitsplatz zu kommen oder aus Angst vor Arbeitsplatzverlust.

Dem Bore-out Betroffenen Faulheit zu unterstellen, ist aber zu kurz gegriffen. Vielmehr werden sie faul gemacht, etwa weil ein Chef nicht delegieren kann und alle interessanten Arbeiten für sich selber beansprucht, oder wegen eifriger Mitarbeiter, die anderen die Arbeit wegnehmen.

Bore-out – mögliche Folgen
Die Folgen von Bore-out sind nicht weniger drastisch als diejenigen von Burn-out. Langanhaltendes Nichtstun und ständiges Vorgaukeln, man sei beschäftigt, ist anstrengend. Unzufriedenheit macht sich breit, Herausforderung und Anerkennung fehlen. Das Selbstwertgefühl wird enorm beeinträchtigt. Unterforderung führt zu Lustlosigkeit, Müdigkeit, Gereiztheit und Frustration. Je nach Situation kann es gar bis hin zu depressionsähnlichen Zuständen führen. Unterforderung ist deshalb genauso schlimm wie Überforderung, nur weniger sichtbar.

Wie lässt sich Bore-out vermeiden?
Philippe Rothlin und Peter Werder raten, in Bezug auf die Arbeit vor allem auf drei Elemente zu achten: Sinn, Zeit und Geld. Die Arbeit soll persönlichen Sinn stiften und herausfordernden und interessanten Inhalts sein. Auch die Work-Life-Balance ist wichtig. Ein Viel an Arbeit fordert ein Viel an Ausgleich. Ebenso empfehlen die beiden Autoren, den Lohn zu maximieren, dabei den Interessensaspekt aber nicht aus den Augen zu lassen. Nur bei gleich starker Gewichtung aller drei Elemente lässt sich den Autoren zufolge ein Bore-out von vornherein ausschliessen.

Check: „Leiden Sie an Bore-out?“
Wenn Sie mehr als vier Fragen mit Ja beantworten, leiden Sie am Bore-out oder Sie sind auf dem Weg dazu.

* Erledigen Sie private Dinge während der Arbeit?
* Fühlen Sie sich unterfordert oder gelangweilt?
* Tun Sie ab und zu so, als ob Sie arbeiten würden – tatsächlich haben Sie aber nichts zu tun?
* Sind Sie am Abend müde und erschöpft, obwohl Sie überhaupt keinen Stress hatten?
* Sind Sie mit Ihrer Arbeit eher unglücklich?
* Vermissen Sie den Sinn in Ihrer Arbeit, die tiefere Bedeutung?
* Könnten Sie Ihre Arbeit eigentlich schneller erledigen, als Sie dies tun?
* Würden Sie gerne etwas anderes arbeiten, scheuen sich aber vor dem Wechsel, weil Sie dabei zu wenig verdienen würden?
* Verschicken Sie während der Arbeit private E-Mails an Kollegen?
* Interessiert Sie Ihre Arbeit nicht oder wenig?

Job-Suche: Erfolgreich bewerben

Ob man eine Stelle bekommt oder nicht, steht und fällt bereits mit dem Bewerbungsschreiben. Eine perfekte Bewerbung ist zwar noch keine Garantie, die erträumte Stelle auch wirklich zu bekommen – dass einem Tür und Tor für einen Job aber geschlossen bleiben, wenn schludrig verfasste Unterlagen eingereicht werden, ist hingegen so sicher wie das Amen in der Kirche.

Man sollte sich fürs Zusammenstellen und Verfassen seiner Dokumente genügend Zeit nehmen. Nachfolgende wertvollen Tipps helfen Schritt für Schritt auf dem Weg zum professionellen Bewerbungsdossier.

Wie bewirbt man sich erfolgreich für seinen Traumjob
Den Traumjob gefunden zu haben, ist das Eine - will man sich erfolgreich dafür bewerben, geht es erst richtig los.

Bewerbung

Eine gelungene Bewerbung ist ein kleines Kunstwerk. Das gilt insbesondere für die Online-Bewerbung.

Eine gelungene Bewerbung

Bewerbung per Post

In 30 bis 60 Sekunden wird entschieden, ob ein Dossier in die engere Auswahl kommt. Eine kurze Zeit, um das Interesse zu wecken.

Bewerbung per Post

Lebenslauf

Der Lebenslauf ist der Kern jeder Bewerbung und soll kurz und knapp einen guten Einblick gewähren.

Checkliste zum Lebenslauf

Links

Weiterführende Adressen und weitere Informationen.

Weitere Links

Mehr erfahren: Jobwinner