Erneut Ausschreitungen wegen illegaler “Party” am Central

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Was das mit einer Party zu tun haben soll, weiss wohl niemand so richtig. Nach den derben Ausschreitungen am Zürcher Bellvue vor einer Woche, kam es gestern Samstag rund ums Central und den Zürcher Hauptbahnhof zu einer mehrstündigen Schlacht zwischen Chaoten und der Polizei.

Es begann am letzten Wochenende: Etwa 1000 Leute reagieren Samstagnacht auf einen SMS-Aufruf und treffen sich beim Bellevue zu einer illegalen Party. Zunächst verläuft alles friedlich. Wie genau die Stimmung gekippt ist, daran scheiden sich die Geister: Die “Partygänger” sagen, die Polizei hätte sie ohne Vorwarnung und äusserst barsch von einem Tramhäuschen gezerrt, die Polizei behauptet, die jungen Leute freundlich heruntergebeten zu haben worauf sie unter anderem mit Pflastersteinen attakiert wurde. Was auch immer genau passiert ist, hatte eine wüste Strassenschlacht zur Folge. Brennende Abfallcontainer, geborstene Schaufensterscheiben, zwei Verhaftungen und acht verletzte Polizisten sind die Bilanz dieses fragwürdigen Ereignisses.

Gestern ging der Wahnsinn von Vorne los: Polizei und Krawallmacher liefern sich bis zwei Uhr morgens rund um den Zürcher HB  eine regelrechte Strassenschlacht inklusive Wasserwerfer, Gummischrot, blinder Zerstörungswut und mehrerer Verletzter. Diesmal greift die Polizei härter durch. Wurden letzte Woche am Bellevue nur zwei Personen verhaftet, waren es gestern ganze 91.

Hoffen wir, dass damit die Ausschreitungen ein Ende gefunden haben. Partymachen sieht definitiv anders aus.

Bildquelle: derwgblog.blogspot.com

Der Zürcher Veranstalter Guri Akyol erzählt von seinen Partys, zu viel Alkohol und Überstunden.

Wer kennt ihn nicht: Guri Akyol, Zürichs stehts gut gelaunten Partyveranstalter. Kaum ein hippes Fest geht in Zürich über die Bühne, ohne dass Guri die Finger im Spiel und den Wodka in den Händen hat. Doch was treibt die türkische Nachteule den Tag durch? Arbeitet der Typ eigentlich für seinen Erfolg? Immerhin haben wir ihm Partyreihen wie Radio Moskau, BOOM und Zürichs Finest zu verdanken. Und nicht zu vergessen sind auch die legendären Grossveranstaltungen wie die Polyparty, die Debunk im Chinagarten und das Oktoberfest in Baden.


Guri, alle kennen dich, aber: Was zur Hölle machst du eigentlich?

Ich bin Zeitungsverteiler! Eigentlich..
Nein, Quatsch: Ich habe eine Firma mit dem Namen hiPeak mit einigen Angestellten die jegliche Art von Events & Marketingkampagnen macht. Nebenbei betreibe ich noch den Club Bling und mache in verschiedenen Städten der Schweiz Clubbing und Firmenanlässe.

Na gut, aber wie würdest du deinen Job denn nennen?
Wie ich ihn nennen würde? Eigentlich „Geniesser“, denn ich liebe meinen Job! Aber auf einer Visitenkarte würde wohl Eventmanager stehen.

Bist du also mit 16 Jahren nach einem Rausch aufgestanden und dachtest: DAS will ich werden? Oder wie kommt man zu so einem Job?
Ha! Obwohl das die Meisten immer denken, ist es in Wirklichkeit nicht so. Ich war schon zu meiner Zeit als Lehrling Veranstalter. Zwar nicht von Nightlife-Events, aber von Reisen. Ich habe eine Lehre bei einem Reiseveranstalter gemacht, da musste ich Ferienpakete zusammenschnüren und durchführen. Einige Jahre darauf durfte ich dann Opern organisieren. Die Bekannteste darunter war wohl die AIDA direkt vor den Pyramiden in Ägypten. Das war circa im Jahre 2001/2002.

Irgendwann fragte mich jemand, ob ich ihm bei einer Party helfen könnte, da ich nun bei organisatorischen Aufgaben ein wenig Ahnung hatte. Ich habe zugesagt und so fing alles an. Danach folgten diverse andere Anfragen und bald schon hatte ich, ohne es zu merken, meine erste Partyreihe am Start!  Es war also alles purer Zufall. Ich hatte nie direkt vor in dieses Business einzusteigen.

Wie sieht denn der Tagesablauf von Guri, dem Eventmanager, aus? Man stellt sich das relativ locker vor, aber da muss auch viel Arbeit dahinter stecken?
Die Meisten denken es sei alles schön und locker, aber leider ist das nicht immer so.

Ich stehe um 8:00  morgens auf, damit ich um 9:00 im Office bin. Dann heisst es zuerst Mails beantworten, kommende Events planen und Aufgaben verteilen.

Nach dem Mittag habe ich meistens Meetings um neue und bestehende Projekte zu besprechen. Die Meetings sind aus gutem Grund immer am Nachmittag: Die meisten anderen Leute im Nightlife Business  stehen nicht so früh auf.

Dann geht‘s meistens wieder zurück ins Büro um Papierarbeiten zu erledigen.  Zwischen 19:00 und 21:00 bin ich wieder zuhause. Danach muss und will ich meistens noch an irgendwelche Aperos oder Events. Zwischen 01:00 und 02:00 bin ich dann mal im Bett und bereit für den nächsten Tag.  An den Wochenenden ist es ein wenig anders, da bin ich doch mehr an irgendwelchen Anlässen als im Büro.
Im Schnitt arbeite ich aber doppelt soviel wie man es bei einem „normalen“ Bürojob tut.

Was sind für dich die Vorteile von deinem Job?
Vorteile sind sicherlich, dass ich nirgends Eintritt bezahlen muss und meistens auch die Drinks auf’s Haus gehen. Ich lerne auch immer wieder aussergewöhnliche Leute kennen. Aber der Vorteil, der mir persönlich am meisten was bringt, ist dass ich ständig neue interessante Dinge erlebe und mich auch kreativ entfalten kann. Ich kann das machen, was mir Spass macht!

Und was sind die Nachteile?
Ich habe keine fixen Arbeitszeiten. Wenn es sein muss, bin ich auch schnell mal bis zu 30 oder 40 Stunden am Stück auf den Beinen, vor allem bei Grossanlässen. So ergibt sich wenig Schlaf, viel Lärm (ich höre schlechter als früher), ein ungesundes Leben und hin und wieder zuviel Alkohol.

Es gibt in Zürich unzählige Parties, wieso denkst du haben ausgerechnet deine Erfolg?
Das ist eine schwierige Frage, welche eigentlich auch nur meine Gäste beantworten können. Denn ohne sie gäbe es auch keine erfolgreichen Events.

Was rätst du aufstrebenden jungen „Eventmanagern“?

All or nothing! Wenn einem klar wird, dass es der richtige Job für einen ist, dann soll man auch 200% reinstecken und es durchziehen. Und ganz wichtig: nicht auf dummes Geschwätz hören, denn es wird immer geredet!

Nützliche Infos rund ums Thema Job & Karriere gibt’s auf Jobwinner.ch!

Endlich wieder Zeit zum Edbangen!

Ausgehen am Donnerstag war früher ein Kinderspiel. Nicht nur ein Kinderspiel – nein, absolutes Pflichtprogramm! Mit dem Älterwerden gestaltet sich der spontane Donnerstagabendplausch leider zunehmend schwieriger. Aber sind wir mal ehrlich: eigentlich sind es meist komplex zusammengestrickte Ausredengebilde aus Job-, Studium- und Weiterbildungsgefasel oder weil wir schlicht und einfach lieber auf dem Sofa liegenbleiben.

Diesen Donnerstag gibts aber drei gute Gründe sich sämtliche Ausreden abzuschminken und dem Chef am Freitag die blaue Karte zu zeigen:

1. SebastiAn (Ed Banger Rec.)
2. Jackson (Warp Rec.)
3. French Horn Rebellion (Live)

Klingt verdächtig nach weiteren Tourstop unserer Lieblings Jeansmarke . Ist er auch. Levi’s gastiert mit der neuen COLORS OF NOISE-Tour ein weiteres Mal im Hive. Farbig und laut wird die Nacht garantiert: Basslastige Grooves, bunte NuRave Klänge und abgefahrene Mashups liefern mit Sicherheit genug Power, um mal wieder richtig zu pogen.

Wer trotz den läppischen 18 Fränkli-Eintritt noch zweifelt, den schicken wir ganz einfach gratis hin: Mail mit Betreff “Edbangen” an redaktion@usgang.ch mit Vorname und Nachname und Du und deine Begleitung rocken umsonst ab. Ab geht’s um 22.00! Alle Infos zum Event findest Du hier: Eventdetail usgang.ch

(fake)

Levi's Colors Of Noise

Spieglein an der Wand, welches ist der Beste Club im Land?

«Only the bravest will survive» – nur der Stärkste wird überleben. Diese Evolutionstheorie gilt im Kleinen, wie im Grossen – aber ganz bestimmt im Nachtleben. Nur der Club, der seinen Gästen das Beste vom Besten bietet, hat eine Chance zu überleben. Oder man fristet unter dem Motto “Klein aber Fein” ein Nischendasein und lebt damit auch nicht schlecht. Auf jeden Fall gilt aber die Devise: “Anders sein als die andern”, sonst droht der schleichende oder bisweilen auch blitzschnelle Tod.

Der beste Club der Schweiz
Der beste Club der Schweiz? Die Fach-Jury seid ihr!

Wer machts denn nun am besten? Wer überzeugt konstant? Wer überrascht immer wieder aufs Neue? Wohin verschlägts dich Wochenende für Wochenende – oder auch gerne mal unter der Woche – weils dir dort einfach am wohlsten ist? Und was macht es aus, dass du immer wieder hingehst und auch deine Kumpels mitschleppst? Wir wollen von euch wissen, wo ihr euch die Nächte um die Ohren schlagt und bis ins Morgengrauen und länger durchtanzt. Welches ist der geilste Club, der hipste Partyveranstalter, der angesagteste DJ, die schärfste Tanzcrew, wo blinken die Moving Lights am wildesten, und wo werden die besten Drinks ausgeschenkt?

Das Usgang.ch startet die Diskussion und will es von euch wissen, denn ihr seid die Fachleute aus dem Nachtleben. Dazu braucht es ja glücklicherweise keinen Hochschulabschluss, sondern Erfahrung, Geschmack und den Sinn für Trends. Beteiligt euch an der Diskussion und bringt eure Favoriten ins Spiel. Der Ausgang dieser Umfrage ist offen, kann aber zu allem führen. Zum Beispiel zur Wahl der “Location of the Year 2010”. Und dass wir dann dort die reissendste Fete steigen lassen, versteht sich ja von selbst. Ganz egal, ob dies nun in Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Genf, Fribourg, Chur, Locarno oder Hintergümligen sein wird.